Janek
Vollmerding wird Landesmeister
Im Hochsprung der
B-Jugend am besten mit den Witterungsbedingungen zurecht gekommen
Von unserem Redakteur Carsten Spöring

OSTERHOLZ-SCHARMBECK.
Für die Startgemeinschaft Osterholzer Leichtathleten (SOL) und ihren Trainer
Reinhard Wagner war das eine echte Überraschung: Am ersten Tag der
niedersächsischen Landesmeisterschaften für Männer, Frauen und B-Jugend, auf
Platz 11 am Weserstadion in Bremen gemeinsam mit den Hansestädtern
ausgetragen, gewann der 17-jährige Janek Vollmerding vom VSK
Osterholz-Scharmbeck mit 1,85 Metern den Titel im Hochsprung.
Bei feuchtkaltem Wetter
patzten eben einige Favoriten. So hatte Sebastian Tolle vom TSV Helmstedt
(der eigentlich mit einer Bestleistung von 1,95 Metern zu Buche steht) schon
bei der Anfangshöhe drei Fehlversuche, Alexander Klintworth (TSV
Wiepenkathen), Bestleistung 1,92, schied bereits bei 1,83 aus. Bei dieser
Höhe überzeugte Janek Vollmerding nicht nur gleich im ersten Versuch, der
Osterholz-Scharmbecker kam auch mit den Bedingungen halt am besten zurecht.
Er hatte allerdings ebenso einen kleinen Einbruch, bei 1,77, die er erst im
dritten Versuch überquerte. Dann aber lief es eben, bis 1,85 Meter sogar
glatt. Damit gehörte der Titel dem SOL-Aktiven, vor Alexander Klintworth
(1,80), Marcel Bleischwitz (LG Hannover) und Lars Thierse (LG Peiner
Land/beide 1,77).
Für den zweiten Tag war
bei Janek Vollmerding damit aber die Luft raus. "3,60 Meter im
Stabhochsprung waren noch halbwegs akzeptabel", sagte sein Trainer über die
Leistung, die zum siebten Platz reichte. Im Weitsprung waren es dann
allerdings nur mäßige 5,75 Meter (Platz 20), der B-Jugendliche traf bei
keinem Versuch auch nur annähernd das Absprungbrett.
Bei den Männern wollte
Sebastian Dirlam (ebenfalls VSK Osterholz-Scharmbeck) im Diskuswerfen
eigentlich die 40-Meter-Marke kratzen. Beim Einwerfen hatte er auch einen
guten Versuch, ebenso im eigentlichen Wettkampf, doch trat er dabei leicht
über. So blieb es in Bremen noch bei 36,31 Metern als beste Weite (Rang
acht), "aber 40 Meter sind drin", bescheinigte ihm Coach Wagner - der bei
Sebastian Dirlam aber noch die Notwendigkeit zu mehr Beständigkeit sah,
zumal vier seiner sechs Versuche ungültig waren.
Im Kugelstoßen blieb
Dirlam bei diesen Titelkämpfen im Rahmen seiner Möglichkeiten. Der
Osterholz-Scharmbecker war mit einer Bestleistung von 12,24 Metern
angereist, in Bremen kam er als Vierter nun auf 11,80 Meter - und das war
eine respektable Weite. Alle Versuche landeten fast gleichweit.
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